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	<title>Mexico: Quo vadis? &#187; Presse</title>
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	<description>Blog zur Mexiko-Tagung 2010 in Berlin</description>
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		<title>Militarisierung, Staatskrise und ein neuer Fokus in der Menschenrechtspolitik</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 03:38:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pcl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>
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		<description><![CDATA[Von Andrea Lammers (April 2010) Ein Rückblick auf die Mexiko-Tagung im Februar 2010 in Berlin Mexikos MenschenrechtsverteidigerInnen suchen nach Auswegen Über zwanzig MenschenrechtsverteidigerInnen aus Mexiko und mehr als zweihundert TeilnehmerInnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Spanien trafen sich auf Einladung der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko Anfang Februar in Berlin zu einer außergewöhnlichen Konferenz, die „derzeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Von Andrea Lammers (April 2010)</em></p>
<p>Ein Rückblick auf die Mexiko-Tagung im Februar 2010 in Berlin</p>
<p><strong>Mexikos MenschenrechtsverteidigerInnen suchen nach Auswegen</strong></p>
<p>Über zwanzig MenschenrechtsverteidigerInnen aus Mexiko und mehr als zweihundert TeilnehmerInnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Spanien trafen sich auf Einladung der Deutschen Menschenrechtskoordination Mexiko Anfang Februar in Berlin zu einer außergewöhnlichen Konferenz, die „derzeit in Mexiko wohl nicht möglich gewesen wäre“, wie der Journalist und Autor Luis Hernández (La Jornada) in seiner Keynote im überfüllten großen Saal der Heinrich-Böll-Stiftung, anmerkte. Angesichts der Militarisierung vieler Regionen Mexikos, der fast vollständigen Straflosigkeit für Menschenrechtsverletzungen und – ganz im Gegensatz dazu – der massiven Kriminalisierung und juristischen Verfolgung sozialer Bewegungen geht es für die klassischen Menschenrechtsorganisationen, für indigene und andere Basisbewegungen, für kritische JournalistInnen, für FrauenrechtlerInnen und für große Teile der marginalisierten Bevölkerung ums Überleben – nicht nur im übertragenen Sinn. In vier thematischen Foren konnten sich die Teilnehmer näher mit der Komplexität, den Problemen und den Konsequenzen dieser Situation vertraut machen:</p>
<p>- Landkonflikte;<br />
- Straflosigkeit und Kriminalisierung von sozialem Protest;<br />
- Handlungsmöglichkeiten von Basisorganisationen sowie<br />
- Alternativen der Zivilgesellschaft angesichts von Gewaltexzessen und „Drogenkrieg“</p>
<p>Bei allen Unterschieden nach Region (Chihuahua im Norden, die Hauptstadt, Oaxaca, Guerrero und Chiapas im Süden) und Arbeitsschwerpunkten war den PodiumsteilnehmerInnen gemeinsam, dass sie Mexiko unter der Regierung Calderón nicht als „failed state“, aber doch als „failing state“ erleben. Alle ReferentInnen konstatierten eine massive Staatskrise, ja sogar das „Ende einer Epoche“, das sich international erfolgreich hinter einer demokratischen Fassade und dem alles vernebelnden Diskurs vom „Anti-Drogenkrieg“ verberge. Vor Ort, in regionalen oder lokalen Konflikten, seien die demokratischen Wege, in Verhandlungen mit den staatlichen Autoritäten und durch Teilhabe an Entscheidungsprozessen nach Lösungen zu suchen, so gut wie überall versperrt, während die sozialen Konflikte eskalierten. Mehrfach war vom „Ende der Pakte und Kompromisse“ mit staatlichen Institutionen und politischen Parteien die Rede. Gleichzeitig wurde klar, dass andere Strategien noch mühevoll zu suchen sind und inzwischen die massive Repression die Handlungsspielräume der sozialen Bewegungen empfindlich einengt. Einen Redebeitrag aus dem Publikum, der fällige Systemwechsel sei wohl nur mit Gewalt zu erreichen, kommentierten die MexikanerInnen mit entsetztem Schweigen und Kopfschütteln. Die streitbare Journalistin und Feministin Sara Lovera meinte leise: „Das fehlte gerade noch…“. Hundert Jahre nach der mexikanischen Revolution ist denen, die in den letzten Jahren nahezu unbeachtet von der internationalen Öffentlichkeit in einem permanenten gewalttätigen Ausnahmezustand leben, nicht nach Pathos zumute und ihre Radikalität ist eine andere: Es geht darum, den faktischen Krieg zu beenden (17.800 Tote gab es in den letzten drei Jahren) und um die fast schon verzweifelte Suche nach Alternativen zu dem von der Regierung immer wieder neu konstruierten Dilemma „Sicherheit oder Menschenrechte“.</p>
<p><strong>Krieg gegen sozialen Protest – nicht gegen die Drogenkartelle</strong></p>
<p>Diskutiert wurden in Berlin vor allem der Aufbau von autonomen Parallelstrukturen zum Staat (nach Beispielen in Chiapas), der juristische Kampf auf transnationaler Ebene, Professionalisierung der MenschenrechtsverteidigerInnen (vor allem in der Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen und im Sichtbarmachen paramilitärischer und internationaler Verflechtungen), landesweite Vernetzung und die unerlässliche Aufmerksamkeit und Solidarität aus anderen Ländern. Ansatzweise ging es auch um neue, zivile Sicherheitskonzepte inmitten der Realität des organisierten Verbrechens und um Einflussmöglichkeiten auf Großunternehmen, deren Megaprojekte durchgesetzt werden, ohne die Rechte der lokalen Bevölkerung (z.B. auf Referenden) ernsthaft wahrzunehmen. Schon kurz nach seinem Amtsantritt Ende 2006 begann Präsident Calderón die Militärpräsenz in Mexiko zu vervielfachen. Die gesetzlichen Grundlagen dafür waren allerdings schon seit 1996 von seinen Amtsvorgängern geschaffen worden. Bis zu 50.000 Soldaten übernehmen heute Funktionen, die in einem demokratischen Staat eigentlich zivilen Sicherheitskräften zukommen würden. Abel Barrera vom Menschenrechtszentrum Tlachinollan im Bundesstaat Guerrero: „Sie haben eine Risikokarte, die richtet sich nicht nach den Drogenkartellen, die sie angeblich bekämpfen, sondern nach Brennpunkten sozialen Protestes. Die Infrastruktur ist da, um sofort reagieren zu können, vor allem in den indigenen Regionen.“ Das Militär hat in Teilen Mexikos auch die – durch keinerlei zivile Instanz überprüfte – Kontrolle über Polizei und Gefängniswesen übernommen. Und: Die zunehmenden Menschenrechtsverletzungen durch Militärangehörige werden – wenn überhaupt – nicht vor zivilen Gerichten, sondern ausschließlich vor Militärtribunalen verhandelt.</p>
<p><strong>Hilfswerke fordern Entmilitarisierung</strong></p>
<p>Ein Aide Mémoire der großen kirchlichen Hilfswerke Misereor, Brot für die Welt und Diakonisches Werk der EKD an die Deutsche Bundesregierung für die derzeit (März 2010) stattfindende Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf empfiehlt den Abzug der Armee aus allen Aufgaben öffentlicher Sicherheit und prangert im Nachgang zur Berliner Konferenz nicht zuletzt die Militarisierung des Justizwesens an: Die mexikanische Regierung verweise gerne darauf, dass bei Menschenrechtsverletzungen durch Militärs der Weg der Berufung vor zivilen Gerichten offenstehe. In der Realität sei das aber nur ausnahmsweise – in Entschädigungsfragen – der Fall. In Strafverfahren gebe es diese Möglichkeit nie für die Opfer, sondern allein für die Täter. Die Anschuldigungen gegen staatliche Sicherheitskräfte in den militarisierten Gebieten haben sich in den letzten Jahren vervielfacht: Ihnen werden willkürliche Festnahmen, Misshandlungen, Vergewaltigungen, Verschwindenlassen, Folter und<br />
  außergerichtliche Hinrichtungen zur Last gelegt.</p>
<p>In Berlin bekamen die abstrakten „Fälle“ Gesichter und Namen: Beispiele, aber keine Einzelfälle sind Raúl Lucas Lucía und Manuel Ponces Rosas von der Organisation für die Zukunft der Mixtekischen Völker (OFPM) in Guerrero. Am 13. Februar 2009 wurden sie von einer öffentlichen Versammlung weg von angeblichen Polizisten verschleppt, drei Tage später fand man ihre toten Körper mit Folterspuren. Bis heute ist die Aufklärung des Verbrechens keinen Schritt vorangekommen. Der Interamerikanische Menschenrechtsgerichtshof hat Schutzmaßnahmen für 108 MenschenrechtsverteidigerInnen im Bundesstaat Guerrero angeordnet – die Bedrohungen gegen sie gehen weiter. Ähnliche Fälle sind u.a. in Oaxaca und Chihuahua an der Tagesordnung. Während den staatlichen Instanzen vielfach Untätigkeit und Verzögerungstaktik bei der Aufklärung von Verbrechen vorgeworfen wird, scheinen sie sehr gut zu funktionieren, wenn es darum geht, Haftbefehle und extrem hohe Gefängnisstrafen gegen<br />
  AnführerInnen sozialer Bewegungen auszusprechen (wie etwa gegen Ignacio del Valle Medina, Felipe Alvarez Hernández und Hector Galindo Gochicoa, die sich gegen den Bau eines Flughafens in San Salvador Atenco im Bundesstaat Mexico wehrten). Es gebe ernsthafte Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit der Verfahren und der Urteile, so die Hilfswerke in ihrer Formulierungshilfe für die Bundesregierung.</p>
<p><strong>Lokale Konflikte mit globaler Dimension</strong></p>
<p>Dolores González, Wirtschaftswissenschaftlerin und Direktorin des Menschenrechtszentrums SERAPAZ, das sich vorwiegend mit Konfliktbegleitung und -transformation befasst, analysierte kenntnisreich die multiplen Krisen und die wachsende Zahl lokaler Konflikte, die sich überwiegend um Land und natürliche Ressourcen drehen. Die Rolle, die Mexiko in der globalisierten Ökonomie zugedacht ist – Rohstoffe und Dienstleistungsinfrastruktur für transnationale Konzerne bereitzustellen – aktualisiert alte strukturelle Probleme und mobilisiert neue Akteure, die sich schnell radikalisieren. Viele kleine Gemeinden und ländliche oder städtische Gruppen kämpfen für ihre kollektiven Rechte gegen Bergbauprojekte, Staudämme, Autobahnen, Ausbeutung der Biodiversität, Müllkippen, die Folgen der wilden Urbanisierung. In den Kämpfen werden die Akteure bedroht, aber es werden auch Räume geschaffen, in denen neue Formen des Zusammenlebens möglich sind. Es gebe nicht die „indigene Bewegung“, aber die „Kraft der Werte“, die besonders indigene Gemeinden in lokalen Zusammenhängen erprobten, sei wichtig, so González. Trotz aller Destabilisierung und Schwächung durch Migration, Medien und gezielte Spaltungskampagnen entstünden neue Organisationsformen und Strategien. Wegen der Abwesenheit von Kanälen zur Konfliktbearbeitung gebe es allerdings auch mehr Konfrontation und direkte Aktion: Es sei immer seltener möglich, Rechte auf „normalen“ politischen Wegen einzufordern, Konflikte würden zunehmend unterdrückt oder gewaltsam niedergeschlagen. González dazu: „Die neuen sozialen Bewegungen müssen komplexe Strategien und Prozesse der solideren Artikulation entwickeln, um zu einem wirklich signifikanten Akteur zu werden.“</p>
<p><strong>„Die Räume des Staates sind nicht die Räume, wo man Menschenrechte verhandeln kann“</strong></p>
<p>Diego Cadenas, Direktor des Centro Fray Bartolomé de Las Casas (Frayba) beschrieb, wie eine solche Entwicklung unterstützt werden kann. Von Anwälten, die sich vor den Betroffenen stellten, wie vor inzwischen 21 Jahren, seien die MitarbeiterInnen von Frayba nun zu Begleitern des Widerstandskampfes der Gemeinden in Chiapas geworden: „Wir haben von der zivilen Entwicklung der zapatistischen Bewegung gelernt. Menschenrechte werden ausgeübt, ohne dafür um Erlaubnis zu fragen.“ Die Räume, die der Staat biete, eigneten sich nicht dafür. Frayba unterstütze vielmehr die autonome Selbstorganisation der Basis. Versuche, innerhalb der staatlichen Instanzen Gerechtigkeit zu erreichen, seien zum Scheitern verurteilt. Man nutze juristische Mittel, aber nicht mehr „naiv“. Auch der oft unausweichliche Weg vor den interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte sei nicht immer erfolgversprechend: „Die systematischen Hinrichtungen des Jahres 1996 sind bis heute ohne Antwort des interamerikanischen Systems geblieben. Wir fragen uns, ob man nicht auch dort von Menschenrechtsverletzern sprechen muss. Unser Schwerpunkt liegt heute ganz klar bei den Aktionen der Gemeinden – einer integralen, sozialen Verteidigung der Menschenrechte.“</p>
<p>Die Forderung nach einer neuen, integralen Sicht der Menschenrechte stand auch im Vordergrund aller übergreifenden Strategiedebatten des Kongresses. Rupert Knox aus der Zentrale von Amnesty International in London brachte die Neufokussierung auf den Punkt: „Die Herausforderung ist, dass die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen (WSK-) Rechte nicht länger von den bürgerlichen Rechten abgetrennt werden können und dürfen. Die Verletzung ersterer hat meist auch die Verletzung der zweiten zur Folge. Wer nur die bürgerlichen Rechte beachtet, geht nie den Ursachen auf den Grund!“ Fälle von Verletzungen der WSK-Rechte müssten in einen Rahmen gebracht werden, in dem der Staat gezwungen sei, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Das heißt, Menschenrechtsorganisationen müssten lokale Auseinandersetzungen genau verfolgen, auch wenn sie zunächst gar nicht nach „klassischen Fällen“ aussehen und sie justiziabel machen, um den Staat „zum Zuhören zu zwingen“. Die mexikanischen Beispiele zeigten, wie wichtig es sei, gleichzeitig lokal und international zu arbeiten und breite Protestbündnisse zu mobilisieren. In der Diskussion wurde deutlich, dass Gleiches auch für Umweltrechte gilt, die seit 1999 in Mexiko sogar Verfassungsrang genießen.</p>
<p><strong>„Auch mit juristischen Niederlagen kann man politisch arbeiten“</strong></p>
<p>Zumindest eine Schlussfolgerung war aus mexikanischer Sicht klar: Die Allianzen zwischen verschiedenen Gruppen und die Anerkennung von sozialen Bewegungen müssen breiter werden. Auch Mitglieder von Protestbewegungen gegen Megaprojekte, lokale Initiativen gegen überhöhte Stromtarife und BäuerInnen, die mit friedlichen Mitteln um ihr Land kämpfen, sind selbstverständlich MenschenrechtsverteidigerInnen! Ihr Kämpfe müssen aus der Unsichtbarkeit und Isolation geholt werden. Von universell gut funktionierenden juristischen Werkzeugen zum Schutz der WSK- und besonders auch der Umweltrechte auf internationaler Ebene kann freilich noch nicht wirklich die Rede sein. „Rechte sind keine Automatismen, Rechte muss man sich erkämpfen! Vertraut dabei nicht auf die Juristen. Man muss sich eine politisch interessierte Öffentlichkeit verschaffen. Wir brauchen Strukturen für die Dokumentation dieser Art von Menschenrechtsverletzungen, welche es leider aber noch nicht gibt. Wir brauchen Zusammenarbeit. Es ist viel zu tun!“ appellierte Wolfgang Kaleck, Generalsekretär des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) an die Kongressteilnehmer. Ein Vorbild für die neuen Formen der Kooperation könne das Center for Constitutional Rights in New York sein, das immer mit politischen und sozialen Bewegungen zusammengearbeitet habe, manchmal auch um den Preis einer Niederlage vor Gericht: „Auch mit juristischen Niederlagen kann man politisch arbeiten.“</p>
<p>—————————————————————</p>
<p>Das Programm der Konferenz, Kurzporträts der teilnehmenden ReferentInnen und Organisationen, Presseartikel, Videos und eine Vielzahl interessanter Beiträge (auf Spanisch) findet sich auf dem <a href="http://www.mexicoquovadis.de">Blog</a> der Tagung.</p>
<p>Ein umfangreiches Protokoll der Tagung in deutscher Sprache erscheint demnächst auf dieser Homepage.</p>
<p>Die Originalquelle des Beitrags findet sich <a href="http://www.quetzal-leipzig.de/lateinamerika/mexiko/militarisierung-staatskrise-und-ein-neuer-fokus-in-der-menschenrechtspolitik-19093.html">hier</a>.</p>
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		<title>ONLINE-MAGAZIN QUETZAL</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Feb 2010 17:48:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andrea_lammers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Präsident Calderón in der Kritik: Anti-Drogen-Krieg oder Krieg gegen die Menschenrechte? MEXIKO – 19. Februar 2010. Einen politischen Aschermittwoch der besonderen Art veranstaltete Mexikos Präsident Felipe Calderón am 17. Februar. Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche reiste er in die Grenzstadt Ciudad Juarez im nördlichen Bundesstaat Chihuahua, bekannt durch ihre Weltmarkenfabriken &#8211; und die außerordentliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><b>Präsident Calderón in der Kritik:</b><br />
<b>Anti-Drogen-Krieg oder Krieg gegen die Menschenrechte?</b><br />
<br />
<i>MEXIKO – 19. Februar 2010.</i> Einen politischen Aschermittwoch der besonderen Art veranstaltete Mexikos Präsident Felipe Calderón am 17. Februar. Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche reiste er in die Grenzstadt Ciudad Juarez im nördlichen Bundesstaat Chihuahua, bekannt durch ihre Weltmarkenfabriken &#8211; und die außerordentliche hohe Anzahl von Morden, 2.600 im letzten, bereits 300 in diesem Jahr. Begleitet vom Zorn der Bevölkerung, die ihn aufforderte: „Erst die Entschuldigung, dann der Rücktritt!“ bedauerte der Präsident, dass er ein Gemetzel an 13 Gymnasiasten im Januar dieses Jahres als Resultat einer Rivalität krimineller Banden dargestellt hatte.<br />
<span id="more-454"></span><br />
Während Demonstranten den Abzug der 6.000 in der Stadt stationierten Soldaten forderten, die die Gewalt verschlimmert hätten, statt sie zu reduzieren, kündigte Calderón eine neue Variante des sogenannten „Anti-Drogenkrieges“ an: Militär und Polizei seien nicht genug, man benötige „einen integraleren Ansatz“, der auch Sozialprogramme nach dem Beispiel des kolumbianischen Medellín einschließe. Einen integralen Ansatz hatten auch die TeilnehmerInnen einer großen Konferenz wenige Tage zuvor in Berlin gefordert, allerdings nicht für den Krieg, sondern für die Durchsetzung der Menschenrechte und eine neue Sicherheitspolitik in Mexiko. Luis Hernández Navarro resümierte am 18. Februar in der Tageszeitung La Jornada seine aus Berlin nach Mexiko mitgenommene Hoffnung: „Detaillierte Berichte, wie sie Leobardo Alvarado über Ciudad Juarez gegeben hatte, waren auch über die Berg- und Küstenregion von Guerrero, über Oaxaca und Chiapas zu hören. Zusammen dokumentierten sie die schwerwiegende Kriminalisierung des sozialen Protestes, die hierzulande voranschreitet. (…) Die Erfahrung der Konferenz ,Quo Vadis?’ zeigt, dass die Politik der Regierung, ihren ‚Anti-Drogenkrieg’ international zu verteidigen und dabei zu versuchen, die schweren Menschenrechtsverletzungen zu verschleiern, sich auflöst &#8230;. sie kann ihr Scheitern vor der internationalen Gemeinschaft, die die Menschenrechte verteidigt, nicht länger verbergen.“<br />
<br />
<b>Eskalation der (Staats)Gewalt in Chihuahua</b><br />
<br />
<i>MEXIKO – 8. Januar 2010.</i> In der Stadt Ciudad Juárez in Nordmexiko, die in den letzten Jahren zu weltweit trauriger Berühmtheit wegen der dortigen systematischen Morde an Frauen gelangte, und im ganzen Bundesstaat Chihuahua spitzt sich in den letzten Wochen die Situation zu: Am 3. Januar wurde die Menschenrechtsaktivistin Josefina Reyes in der Gemeinde Guadalupe, östlich von Ciudad Juárez, von Unbekannten erschossen. Reyes hatte gegen den Mord an einem ihrer Söhne und die Entführung eines zweiten öffentlich protestiert  und war in einen Hungerstreik getreten, der juristische Ermittlungen und den Abzug des Militärs aus ihrer Stadt zum Ziel hatte. Am 5. Januar wurde bekannt, dass drei Familienmitglieder des Konzeptkünstlers und Schauspielers am Stadttheater von Ciudad Juárez, Leobardo Alvarado, am 28. Dezember entführt worden sind. Die Familie hat Hinweise von offensichtlich gut informierter Seite bekommen, dass die Täter Militärs sind. Bis heute ist über den Verbleib der Verschleppten, José Angel Alvarado Herrera, Nitza Paola Alvarado Espinoza und Rocío Irene Alvarado Reyes nichts bekannt. Menschenrechtsorganisationen, darunter die Deutsche Menschenrechtskoordination für Mexiko, fürchtet um das Leben der Entführten und um die Sicherheit weiterer MenschenrechtsverteidigerInnen in Chihuahua. Leobardo Alvarado ist Mitglied des &#8216;Movimiento Pacto por la Cultura&#8217;, das sich für gewaltfreie Konfliktlösungen einsetzt, und forscht gemeinsam mit Prof. Héctor Padilla an der Universität Ciudad Juárez zu Gewaltprozessen in der Region.<br />
<br />
In Ciudad Juárez wurden, nach Angabe von MenschenrechtsbeobachterInnen, 2008 mehr als 1.800 Personen getötet, viele hingerichtet auf offener Straße durch bewaffnete Kommandos. 2009 waren es über 2.500 Menschen. Die Mordwelle 2008 begann u. a. mit der angekündigten und systematischen Ermordung von PolizistInnen, und machte auch vor Polizeichefs, Professoren und Geistlichen nicht halt. Zu Tausenden verliessen besonders PolizistInnen,  ÄrztInnen und BeamtInnen nach Drohungen und Angriffen auf die Institutionen, in denen sie arbeiteten, die Stadt. Laut amnesty international werden seit 2007 Gewaltverbrechen in Zusammenhang mit organisierter Kriminalität in Mexiko immer häufiger. Medienberichten zufolge sind zwischen Januar 2008 und Juli 2009 landesweit mehr als 14.000 Menschen bei gewalttätigen Zwischenfällen, die mit Drogenkartellen in Verbindung gebracht werden, getötet worden. Die Regierung unter Staatspräsident Calderón versuche, die Drogenkartelle zu zerschlagen, indem sie in den am stärksten betroffenen Gebieten &#8211; insbesondere in Ciudad Juárez &#8211; Tausende BundespolizistInnen und mehr als 50.000 SoldatInnen einsetzt. Ein Rückgang der Kriminalität sei jedoch nicht zu verzeichnen. Statt dessen häufen sich laut der staatlichen Menschenrechtskommission Berichte über Menschenrechtsverletzungen durch das Militär. In einzelnen Bundesstaaten soll es auch bereits Bündnisse zwischen Mitgliedern politischer Parteien, Sicherheitskräften, Drogenbanden und parastaatlichen bewaffneten Gruppen geben.<br />
<br />
<a href="http://www.quetzal-leipzig.de" target="_blank">www.quetzal-leipzig.de</a></p>
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		<title>Luis Hernández Navarro &#8211; Berlín: derechos humanos en México, en la mira</title>
		<link>http://www.mexicoquovadis.de/2010/02/18/luis-hernandez-navarro-berlin-derechos-humanos-en-mexico-en-la-mira.html</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 12:38:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andrea_lammers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[En Berlín, Alemania, el pasado 9 de febrero, Leobarado Alvarado, integrante del Movimiento Pacto por la Cultura de Chihuahua, narró al representante del Ministerio Exterior de Alemania, responsable de tratar los asuntos relacionados con el tráfico de drogas, lo sucedido a sus familiares. El 28 de diciembre de 2009, militares levantaron a dos mujeres y [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">En Berlín, Alemania, el pasado 9 de febrero, Leobarado Alvarado, integrante del Movimiento Pacto por la Cultura de Chihuahua, narró al representante del Ministerio Exterior de Alemania, responsable de tratar los asuntos relacionados con el tráfico de drogas, lo sucedido a sus familiares. El 28 de diciembre de 2009, militares levantaron a dos mujeres y un hombre en el poblado de Ejido Benito Juárez, de Ciudad Juárez, Chihuahua. José Ángel Alvarado Herrera, trabajador de la maquila, estaba de vacaciones en ese lugar. Lo acompañaba Nitza Paola Alvarado Espinoza. Mientras se dirigían rumbo a un domicilio fueron secuestrados. <span id="more-442"></span><br />
Al poco rato, los mismos individuos entraron a casa de Rocío Irene Alvarado Reyes, menor de edad. Encerraron en el baño a sus hermanos y a su madre y se la llevaron. Esas víctimas –dijo Leobardo– eran inocentes. “Hasta la fecha no sabemos nada de ellas. Han dicho que sus captores no fueron soldados, pero no aparecen. Los desaparecidos –remató– son mis parientes.”</p>
<p>Leobardo continuó su relato. Platicó sobre los muchachos asesinados a mansalva en Ciudad Juárez y el intento del presidente Felipe Calderón de presentarlos como delincuentes. Contó cómo el domingo 3 de enero mataron a la luchadora social Josefina Reyes, quien había hecho una huelga de hambre para exigir la salida del Ejército y la investigación del secuestro de un hijo y el homicidio de otro. Tal como lo ha hecho en México, Leobardo insistió en el retiro de las fuerzas armadas y denunció los abusos de los soldados. “En Ciudad Juárez –concluyó– hay rabia, hay coraje, hay dolor.”</p>
<p>Apenas dos días después de la narración de Leobardo, en Alemania, los indignados ciudadanos de Chihuahua explotaron contra el Presidente de la República, el gobernador y el alcalde.</p>
<p>La reunión del activista juarense con el funcionario alemán fue parte de una amplia jornada de cabildeo e información sobre los derechos humanos en México efectuada en Berlín, donde defensores de los derechos humanos conversaron ampliamente con integrantes de los ministerios de Cooperación y Relaciones Exteriores de Alemania, miembros del Parlamento, fundaciones, partidos políticos, ONG, grupos de solidaridad y académicos de ese país.</p>
<p>La jornada tuvo como eje articulador la realización de la conferencia internacional México –¿Quo Vadis? A 100 años de la Revolución – Derechos Humanos en el Punto de Mira, efectuada entre el 5 y el 7 de febrero. Convocada por la Coordinación Alemana por los Derechos Humanos en México, en cooperación con la Fundación Heinrich Böll, la Academia Luterana Bad Boll y el Instituto Latinoamericano de la Universidad Libre de Berlín, reunió a más de 15 defensores de derechos humanos y periodistas mexicanos, con unos 250 asistentes provenientes de Alemania, Suiza, Austria, Barcelona y Francia.</p>
<p>En la conferencia participaron ponentes mexicanos, que describieron la grave situación de los derechos humanos en el país, sobre todo en Chihuahua, Guerrero, Oaxaca y Chiapas, así como de las mujeres, los pueblos indígenas y los profesionales de la prensa. Hablaron también, entre otras personalidades, Rupert Knox, de Amnistía Internacional en Londres; H. Däubler-Gmelin, ex ministra de justicia, y la parlamentaria Barbara Lochbihler.</p>
<p>En la conferencia se analizaron con bastante detalle casos de violación a los derechos humanos en México y se reflexionó sobre los desafíos del proceso de democratización del país y acerca de las vías para escapar de la espiral de violencia.</p>
<p>En la convocatoria al foro los organizadores señalaron, sin ambigüedad alguna, que “Felipe Calderón se ha opuesto a los intentos de democratización mediante el uso de las fuerzas militares. El presidente Calderón aplica una política interior basada en la mano dura y en el uso de las fuerzas militares como supuesto factor de estabilidad, a la vez que limita el acceso de la sociedad civil a los mecanismos de decisión democrática. A la vista de la violencia de las fuerzas de seguridad pública, así como de la criminalización y deslegitimación de los actores de la sociedad civil, la democracia mexicana se encuentra hoy en la encrucijada”.</p>
<p>Detallados relatos, como el que hizo sobre Ciudad Juárez Leobardo Alvarado, se efectuaron también en torno a la Montaña y Costa Chica de Guerrero, Oaxaca y Chiapas. En conjunto documentaron la grave criminalización de la protesta social que está en marcha en el país. Con insistencia, varias de las delegadas mexicanas presentes levantaron su voz para advertir sobre el grave retroceso que se vive ante la penalización del aborto en las legislaturas locales. Muchos de los asistentes estaban al tanto de varias de estas violaciones, pero la conferencia les proporcionó una visión de conjunto. La prensa local recogió varios de estos testimonios.</p>
<p>La experiencia de la conferencia ¿Quo Vadis? demuestra que la política gubernamental para defender internacionalmente su “guerra contra la drogas” y tratar de tapar las graves violaciones a los derechos humanos hace agua. Puede llevar al cuerpo diplomático a escuchar las justificaciones de la estrategia presidencial elaboradas por Joaquín Villalobos, pero no puede cubrir su fracaso en la comunidad internacional que defiende los derechos humanos.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><!--[if !supportEmptyParas]--><!--[endif]--></p>
<p style="text-align: justify;">Copyright: La Jornada, 16 de febrero de 2010</p>
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		<title>Presse-Artikel von „weltwärts“: Austausch über den Einsatz von Freiwilligen</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 19:30:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andrea_lammers</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse]]></category>

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		<description><![CDATA[Der folgende für die Tagespresse verfasste Text greift einige Teilaspekte bestimmter Arten der Entsendung von Freiwilligen zur Unterstützung mexikanischer Menschenrechtsorganisationen auf.  Verletzungen von Menschenrechten sind in vielen Ländern des Südens alltäglich. Die öffentliche Wahrnehmung und der Kampf der Aktivisten bleiben jedoch oft lokal beschränkt. Internationale Aufmerksamkeit und Unterstützung gibt es nur in drastischen Fällen. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der folgende für die Tagespresse verfasste Text greift einige Teilaspekte bestimmter Arten der Entsendung von Freiwilligen zur Unterstützung mexikanischer Menschenrechtsorganisationen auf. <span id="more-428"></span></p>
<p class="MsoNormal">Verletzungen von Menschenrechten sind in vielen Ländern des Südens alltäglich. Die öffentliche Wahrnehmung und der Kampf der Aktivisten bleiben jedoch oft lokal beschränkt. Internationale Aufmerksamkeit und Unterstützung gibt es nur in drastischen Fällen. Die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko, ein Netzwerk von Initiativen die zum Thema Menschenrechte in Mexiko arbeiten, hatte kürzlich zu einer Konferenz nach Berlin eingeladen. Fast zwanzig mexikanische Menschenrechtsaktivisten konnten kommen, um sich mit Vertretern von Organisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz über den Einsatz von Freiwilligen bei der Menschenrechtsarbeit in Mexiko auszutauschen.</p>
<p class="MsoNormal"><!--[if !supportEmptyParas]--><!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal">„Freiwillige sind für uns eine Notwendigkeit.“, sagte Verónica Rodríguez von Amnesty International Mexico. So kämen Freiwillige in lokalen Projekten zum Einsatz, wo sie über das Büro hinaus in die Breite wirken können. Derzeit sind 26 Freiwillige bei Amnesty International Mexiko im Einsatz. Rodríguez verwies jedoch darauf, dass die vielen Kurzzeitfreiwilligen für langfristig geplante Lobbyarbeit nicht zu gebrauchen seien. Langfristig anwesende Freiwillige bieten laut Rodríguez ganz andere Möglichkeiten.</p>
<p class="MsoNormal"><!--[if !supportEmptyParas]-->Wenn es um die Arbeit mit Fokus politische Institutionen in Mexiko oder internationale Organisationen gehe, sei zudem Vorerfahrung notwendig. Das sehr komplexe Thema Menschenrechte stelle spezielle Anforderungen an die Freiwilligen. „Unsere Freiwilligen müssen in unserem Sinne denken und handeln. Dazu müssen sie sich in ihrem Bewerbungsschreiben bekennen.“, sagte Rodríguez. Die Freiwilligen müssten die durch Amnesty vertretenen Werte nicht nur kennen, sondern ihnen auch aktiv folgen.</p>
<p class="MsoNormal"><!--[if !supportEmptyParas]--><!--[endif]-->Es ist nicht immer leicht engagierte, gut vorbereitete Freiwillige zu finden. Rodríguez quantifiziert ihren Bedarf klar: „ Wir brauchen eher 30 Freiwillige als zwei oder drei um unsere Vision zu erfüllen.“ Problematisch sei die hohe Fluktuation. Im letzten Jahr seien aufgrund der kurzen Verweildauer insgesamt 100 Freiwillige bei Amnesty International Mexiko tätig gewesen. Das sei schon chaotisch zugegangen.</p>
<p class="MsoNormal"><!--[if !supportEmptyParas]--><!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal">Auch Norma Cacho vom Zentrum für Wirtschaftliche und Politische Forschung für Gemeinschaftliche Aktionen (CIEPAC) in der Problem-Region Chiapas sagt: „Für unsere Arbeit ist es wichtig, dass die Freiwilligen sensibilisiert sind für die Menschenrechtsarbeit, wissen was sie wollen und möglichst auch länger als sechs Monate bleiben.“ Es kommen manchmal Leute, die zwei Wochen Zeit haben, aber das ist unproduktiv für uns.“</p>
<p class="MsoNormal"><!--[if !supportEmptyParas]--><!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal">Solche Bedarfe sind seitens deutscher Organisationen meist nur mit Förderungen wie dem „weltwärts“-Programm der Bundesregierung zu decken. Besonders der bei „weltwärts“ wichtige Aspekt des Rückwirkens der Freiwilligen in die deutsche Gesellschaft scheint dazu Möglichkeiten für die Menschenrechtsarbeit zu bieten. <!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal">Bezüglich der Tätigkeiten und des Nutzens der Freiwilligen in der Menschenrechtsarbeit gibt es verschiedene Perspektiven. Abel Barrera vom Menschenrechtszentrum Tlachinollan in der Region Guerrero sieht auf der einen Seite eine positive Wirkung durch die Anwesenheit von Freiwilligen in seinem Projekt. „Lokale Behörden reagieren oft ganz anders, wenn sie sehen, dass wir Leute aus Deutschland dabei haben, die uns unterstützen.“, sagte Barrera. Nicht zu unterschätzen sei laut Barrera, dass durch die Freiwilligen die Themen auch nach Europa transportiert werden und durch Lobbyarbeit und Kampagnen in Europa darauf hingewiesen werden kann, wie etwa europäische Konzerne durch Lohnsenkungen oder Unterstützung der Wasserprivatisierung Menschenrechtsverletzungen dulden oder fördern. „Dass wir unsere Publikationen durch Freiwillige in deutscher und englischer Sprache verbreiten können, ist für uns wie eine Waffe.“, sagte Abel Barrera.</p>
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<p class="MsoNormal">Andererseits gebe es auch lokale Behörden, die trotz Öffentlichkeit gegen Menschenrechtler vorgehen. So seien im letzten Jahr in seiner Region zwei Menschenrechtler ermordet worden. Da dies keine Einzelfälle sind, wurde in Berlin auch über die Sicherheit in der Menschenrechtsarbeit gesprochen.</p>
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		<title>Presseartikel Zeit</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 11:49:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andrea_lammers</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zeit: Straflosigkeit in Mexiko Mit der Armee bekämpft Mexikos Regierung die Drogenmafia. Doch die Soldaten verbreiten Angst und Terror unter der Landbevölkerung. Ihre Vergehen bleiben ungesühnt.]]></description>
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<p><a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-02/mexiko-menschenrechte-militaer" target="_blank">Mit der Armee bekämpft Mexikos Regierung die Drogenmafia. Doch die Soldaten verbreiten Angst und Terror unter der Landbevölkerung. Ihre Vergehen bleiben ungesühnt.</a></p>
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		<title>Presseartikel JW</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 11:42:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Junge Welt: »Ganz Mexiko hat ein Problem mit Gewalt gegen Frauen« Die Rechte ist auf dem Vormarsch, es droht ein Rückfall in die Zeit vor 1917. Ein Gespräch mit Yésica Sánchez]]></description>
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<p><a href="http://www.jungewelt.de/2010/02-05/051.php" target="_blank">Die Rechte ist auf dem Vormarsch, es droht ein Rückfall in die Zeit vor 1917. Ein Gespräch mit Yésica Sánchez</a></p>
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		<pubDate>Sat, 06 Feb 2010 11:39:52 +0000</pubDate>
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<p><a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/164577.frauenrechte-in-mexiko.html" target="_blank">Yesica Sánchez: Der Staat unternimmt nichts gegen den Feminizid</a></p>
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